Die Vorsitzenden der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ Matthias Platzeck, Ronald Pofalla, Prof. Dr. Barbara Praetorius und Stanislaw Tillich teilen zur heutigen Fahrt in das Rheinische Revier Folgendes mit:

Ziel der heutigen Fahrt der Kommission ins Rheinische Revier war die Kreisstadt Bergheim im Rhein-Erft-Kreis. Wie bereits bei den Reisen in das Lausitzer und in das Mitteldeutsche Revier standen Fragen der künftigen Strukturentwicklung im Vordergrund des Programms.

Die Vorsitzenden der Kommission erklären: „Am heutigen Tag wurde in zahlreichen Gesprächen deutlich, dass das Rheinische Revier einen wichtigen Beitrag für eine sichere Energieversorgung, auch über Nordrhein-Westfalen hinaus, leistet. Als Rückgrat für den hochentwickelten Industriestandort Rheinland sichert sie die Strom- und Wärmeversorgung für die energieintensive Industrie, die ganz besonders auf Unterbrechungsfreiheit und eine sehr hohe Versorgungssicherheit angewiesen ist. Zudem wurden der Kommission eindrucksvolle Beispiele dafür gezeigt, dass viele Unternehmen im Rheinland sich bereits aktiv mit innovativen Entwicklungen auf die Energiewende und die Anforderungen des Klimaschutzes eingestellt haben. Vor diesem Hintergrund gilt es zudem, die breit gefächerte Forschungslandschaft des Rheinischen Reviers zu nutzen und auszubauen."

Folgende Expertinnen, Experten und Sachverständige haben am Vormittag zum Thema „Industrie und Energie im Wandel“ Impulse gegeben:

  • Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer, IHK Aachen,
  • Staatssekretär Christoph Dammermann, Aufsichtsratsvorsitzender, Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH,
  • Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung, STEAG GmbH,
  • Eckhardt Rümmler, Chief Operating Officer, Uniper SE,
  • Dr. Christopher Grünewald, Geschäftsführer, Gebr. Grünewald GmbH & Co. KG, und
  • Prof. Dr. Johann-Christian Pielow, Geschäftsführender Direktor, Institut für Berg- und Energierecht, Ruhr-Universität Bochum.

Nach diesem ersten Diskussionsblock hat die Kommission eine Fahrt durch das Rheinische Revier unternommen, die von Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Region Köln/Bonn e.V., fachkundig moderiert wurde. Dabei konnte sich die Kommission ein Bild vom Tagebau Hambach und seiner Umgebung sowie der Langfristigkeit von Strukturwandelprozessen machen.

Am Nachmittag hat die Kommission mit folgende Expertinnen, Experten und Sachverständigen zum Thema „Nach der Braunkohle“ diskutiert:

  • Dr. Pao-Yu Oei, Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe CoalExit, Fakultät für Wirtschaft und Management, Technische Universität Berlin,
  • Pfarrer Jens Sannig, Superintendent, Evangelischer Kirchkreis Jülich,
  • Prof. Dr.-Ing. Bernhard Hoffschmidt, Direktor Institut für Solarforschung, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR),
  • Prof. Dr.-Ing. Harald Bolt, Vorstandsmitglied, Forschungszentrum Jülich,
  • Sebastian Pönsgen, Vorstand, PRIOGO AG,
  • Dirk Jansen, Geschäftsleiter Umwelt- und Naturschutzpolitik, BUND NRW e.V., und
  • Norbert Winzen, Keyenberg.

Der nächste Termin der Kommission findet morgen, am 25.10.2018, in Berlin statt. Auf dieser Sitzung wird die Kommission über den Entwurf des Zwischenberichts zum Strukturwandel beraten.